Kontentyp

Der Kontentyp bestimmt die durch BUSINESS NAVIGATOR unterstützten Kontenarten. Der Kontentyp wird in einer Auflistung mit folgenden Werten angewählt:

1. Normalkonto

 Dieser Buchungstyp gilt als Standardwert für jedes neueingeführte Konto. Diese Konten haben keine Besonderheiten. Auf die Normalkonten können Standardbuchungen erzeugt werden.

2 Sammelkonto

 An einem Sammelkonto werden die einzelnen Buchungssätze von mehreren Transaktionen auf verschiedenen Konten aggregiert. Solche Konten dienen z. B. zur Verbindung zwischen den Personenkonten für Debitoren (Kunden) und Kreditoren (Lieferanten) und den Konten aus dem Kontenplan. Wenn Sie beim Buchen von Rechnungen oder Zahlungen jeweils nur die Personenkonten ansprechen, erzeugt das Programm neben den Buchungen auf die Personenkonten auch Buchungen auf die Sammelkonten für Debitoren (Kunden) und Kreditoren (Lieferanten), ohne dass Sie sich darum kümmern sollen. Das Sammelkonto kann die Information von allerlei Konten zusammenfassen. Zur Übereinstimmung mit den internationalen Normen werden die Nummern der Unterkonten auf die Nummer des Sammelkontos nicht abgestimmt. Im Unterkonto soll hingewiesen werden, welchem Sammelkonto es zugeordnet ist.

3. Eröffnungsbilanzkonto

 Dieses Konto ist notwendig beim Beginn der Arbeit mit BUSINESS NAVIGATOR. Es dient als Gegenkonto für die Übernahme der Kontensalden aus dem alten in das neue Geschäftsjahr bzw. in die neue Buchungsperiode. Mit Hilfe dieses Kontos werden die Anfangsdaten über die Kontosalden der letzten abgeschlossenen Periode eingegeben. Das sind gewöhnlich die Salden an den Bilanzkonten, so dass am Eröffnungsbilanzkonto nur Umsätze vorliegen werden und nach der Dateneingabe bleibt der Saldo an diesem Konto gleich Null. Standardmäßig ist in BUSINESS NAVIGATOR ein solches Musterkonto 001 "Eröffnungsbilanzkonto" eingeführt.

4. Währungsdifferenzkonto

 Dieses Konto wird zum Buchen der Differenzen in den Währungskursen verwendet. In BUSINESS NAVIGATOR werden die Währungsdifferenzen bei Belegen in Fremdwährung automatisch auf diese Konten gebucht. Sie sollen nur ein solches Konto anlegen und es in die Systemwertdaten eingeben. Dieses Konto wird automatisch mit dem eingegebenen Betrag der Währungsdifferenzen bebucht. Die Standardwerte für diese Konten werden im Menü "Stammdaten", "Grunddefinitionen", "Standardwerte" vorgegeben.

5. Skontokonto

 Konto zum Buchen der Skontobeträge für Kunden oder Lieferanten bei Zahlung der Rechnung im Rahmen des in den Zahlungsbedingungen festgelegten Termins. Der Skontobetrag ist ein Preisnachlass, der vom Rechnungsbetrag abgezogen wird, wenn die Rechnung termingerecht bezahlt wird. Das Bebuchen dieser Konten erfolgt automatisch über die Wartung der Verrechnungen. Diese Konten können nur verwendet werden, wenn die Mehrwertsteuer (Mwst) nicht unverzüglich, sondern bei Realisierung bezahlt wird. Zur automatischen Skontoberechnung werden diese Konten im Menü "Stammdaten", "Grunddefinitionen", "Standardwerte" vorgegeben.

6. Steuerkonto

 Das Steuerkonto dient zum automatischen Buchen von Steuerbeträgen. Es wird in den Steuerdaten als Parameter vorgegeben.

7. Anzahlungskonto

 Dieses Konto ist typisch für Buchungen bei Geschäften, bei denen die Zahlung dem Fakturieren vorausgeht.

8. Statistikkkonto

 An diesem Konto wird zusätzliche Statistikinformation außerhalb der Buchhaltung - z. B. über Operationen, Steuern u. a. - gesammelt. Über solche Konten wird beispielsweise Information über die Mwst-Erklärung, über den Geldstromnachweis u. a. gesammelt.

9. Auslandskonto

 Dieses Konto dient zum Buchen von Beträgen bei gleichzeitiger Arbeit in zwei Buchhaltungssystemen, bei Firmen mit auslandischer Beteiligung. In BUSINESS NAVIGATOR ist es möglich, die Arbeit nach einer Buchhaltungsnorm automatisch nach einer ausländischen Norm darzustellen, ohne zusätzliche Eingabe von Informationen gemäß der zweiten Norm. Dazu werden die ausländischen Konten als Auslandskonten definiert. Als Auslandskonten werden die Konten der zweiten Buchhaltungsnorm definiert, die als Auslandskonten neben den Konten des Nationalen Kontenplans oder zu den Bereichskonten von bestimmten Konten vorgegeben werden. Die Auslandskonten werden in einer Auflistung zum bulgarischen Kontenplan mit Bezeichnungen in Fremdsprachen definiert. Die Auslandskonten können Sie am Anfang oder an Ende der Kontenliste eintragen und mit einem speziellen Zeichen, z. B. mit "" Apostroph, vermerken.